Gotthardpass Velotour – Tag 2

Ihr könnt euch ja selber ausrechnen, wie viele Stunden wir ohne Isoliermättli geschlafen haben. Mehr als drei Finger braucht ihr dazu nicht 😛 Etwas mühsam rappelten wir uns also auf und packten unser Zeug zusammen. Nun ging es ca. 15 Kilometer alles durab bis nach Schwyz.

Hier die Stelle, wo wir übernachtet haben. Rechts ein kleiner Teich, an der letzte Nacht anscheinend ein sehr berühmtes Frosch-Konzert stattgefunden hat..
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In Schwyz haben wir für den Tag eingekauft und sind dann weitergefahren, bis an den Vierwaldstättersee. Wir gönnten uns im Schatten eine kleine Pause. Tolle Aussicht 😀
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Jetzt ging es ein Stück bergauf, dem See entlang. Es gibt hier viele Auto,- Töff und Veloverkehr und sogar ein Empfehlungsschild für Velofahrer, diese Route mit dem Zug zu fahren. Wir, unvernünftig (bzw. mit wenig Geld) fahren weiter. Das Velowägli ist sehr schmal und die Autos, Lastwägen, Töffs fahren sehr schnell. Wenigstens ist die Aussicht schön :’)
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Nach Altdorf wurde das Tal immer enger und es hatte sich dort die heisse Luft gestaut. Das war übel. Das Schweiss lief, wie bei einem Wasserfall. In Amsteg angekommen lagen wir platt. Es war schwühl und sehr heiss.

Doch das beste kam erst: Die ganze Strecke heute bis hier hin ging mehr oder weniger bergab. Laut Karte geht es ab hier nur noch bergauf. Das schwierigste Stück von heute hatten wir also noch vor uns.


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Nach einer längeren Pause ging es weiter. Tibor ging es zwar schon ein bisschen besser heute, ab hier musste er aber sein Velo schieben.
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Endlich waren wir wieder einmal im Schatten! Zudem sahen wir jetzt die ersten grossen schönen Bergketten. Willkommen in den Schweizer Bergen! 😀
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In Wassen trafen wir auf einen Jogger, mit dem wir fröhlich über unser Vorhaben, dem Gotthardpass plauderten. Er riet uns, schon um 3 Uhr morgens über den Gotthardpass zu starten. Dann ist es noch kühl und es hat keinen Verkehr. (Im Nachhinein waren wir sehr dankbar auf seinen Rat gehört zu haben!)

Sehr schnell wurde es dunkel und wir schauten uns nach einem Schlafplatz um. Es war schon stockdunkel, als wir es uns unter einer Autobahnbürcke gemütlich machten.
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Völlig erschöpft feuerten wir noch den Einweggrill an und fielen dann schon bald ins Bett(nicht ganz :P).
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Mein letzter Gedanke vo dem Einschlafen: “Yay.. In drei Stunden wieder aufstehen :/”

Bis Morgen also, dann geht es über den Gotthardpass! Trotz den Strapazen und der wohl sehr kurz werdenden Nacht freue ich mich auf das bevorstehende Abenteuer! 😀

2 Thoughts.

  1. Ich bin vor ein paar Jahren auch über den Gotthard gefahren, es war ein sehr schönes Erlebnis. Aber man überschätzt es sehr, man muss sich einfach Zeit lassen und darf nicht viel planen. Gut, ich bin nicht alles selbst gefahren: Vor Göschenen, als ich das 2. Mal übernachtete, entleerte sich aus rätselhaften Gründen mein hinterer Fahrradreifen, desshalb bin ich von Göschenen nach Andermatt mit dem Bähnchen gefahren, wo es dann ein freundlicher Velo-Mech mit Pumpe gab 😉
    Übrigens: Finde deinen Blog super, du machst auch geniale Fotos! Schau immer wieder gern hier rein.

    • Die Landschaft dort ist sehr schön, schade, dass ich so weit weg wohne .
      Ich vermute eher, du wolltest dich drücken, vor dem Anstieg, bis Andermatt! ;D

      Merci fürs Mitlesen 🙂

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