Die Missionspapiere sind gekommen!

Heute Morgen hatte ich die Präsentation und das Fachgespräch von meiner Abschlussarbeit. Alles lief wie am Schnürchen. Ich konnte die volle Punktezahl abräumen. Allerdings war ich völlig erschöpft. Der stets anhaltende Stress und die schlaflosen Nächte haben mir zu schaffen gemacht.

Obwohl ich so müde war, freute ich mich, anschließend mit dem Rennvelo nach Hause zu fahren 😀

Zuhause angekommen, läuft mir meine Schwester entgegen und sagt, dass die Missionspapiere bekommen sind (diese habe ich vor ca 3-4 Wochen abgeschickt). Zuerst dachte ich, sie macht einen Scherz, aber als mein Vater mir den Briefumschlag zeigte, wusste ich nicht mehr, wie fühlen. Aufregung, Müdigkeit, Neugier, überrascht, endlich fertig mit IPA.. Es war so vieles auf einemal. Ich zitiere mich selber: “Ich vertrage sehr viel, aber das haut mich aus den Socken!” 😀
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Was die Missionspapiere bedeuten, können natürlich nur Mormonen wissen. Wir Männer werden von Gott dazu verpflichtet, 2 Jahre unseres Lebens zu “opfern” und für ihn zu arbeiten, bzw. Menschen zu ihm zu führen. In welches Land man berufen wird, kann man nicht selber wählen. Noch NIE war ich so nervös, als ich den Brief öffnete. Vor keiner Prüfung, keinem Vortrag oder Ansprache!
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Berufen wurde ich Ukraine, Kiev Mission. Das Evangelium soll ich dort in Russisch verkünden. Ich war geschockt. Erwartet habe ich ich irgendwie Frankreich, Kanada oder so.. Gewünscht habe ich mir Südafrika. Geschockt war ich wegen der Sprache. Da ich schon Mühe habe mit English (da es viele Fremdwörter gibt Evangelium), war ich zu Beginn etwas überfordert.

Mit der Zeit konnte ich dann aber wieder klar denken und ich fühle, dass mich Gott genau dort hinschickt, wo er mich am meisten braucht und ich am besten Fortschritt machen kann. Ausserdem bin ich der Typ von Mensch, der immer eine Challenge braucht.

Etwas speziell ist, dass ein Teil unser Vorfahren dort her kommt und mein Großvater Christian Drewlow (mein 2. Name) dort gelebt hat. Ausgerechnet bei seinen Vorfahren kommen wir in der Ahnenforschung nicht mehr weiter. Wer weiss, Vielleicht finde ich dort ein paar Infos. Auch spüre ich jetzt schon eine innere Kraft, die Sprache und die Kultur von meinen Vorfahren kennen zu lernen. Auf den Spuren nach dem eigenen Ich. Das finde ich sehr spannend!

Ich bin jetzt schon aufgeregt, dass wird bestimmt ein sehr lehrreicher Lebensabschnitt. Auch bin ich jetzt schon voll in den Vorbereitungen. Ich studiere “Verkündet mein Evangelium” (Lehrbuch, welches die Missionare auch im Missionsfeld verwenden). Das Evangelium Jesu Christi ist dort sehr gut und kompakt zusammengefasst. Auch lerne ich schon ein bisschen die Russische Sprache, kyrillisch lesen kann ich schon ein bisschen.

Auf mission.drewjosh.ch findet ihr einen Countdown wann es los geht! Zuerst werde ich 2 Monate in Provo, Utah in einem Mission Training Center sein und dann 22 Monate in Kiev 🙂 Ich freue mich!

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